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Das A und O beim Maßnehmen

Richtiges, einfaches und schnelles Maßnehmen – so sitzt Deine selbst genähte Kleidung perfekt

Passt Du in eine standardmäßige Konfektionsgröße von der Stange? Prima, dann ist das Messen reine Formsache. Mit den richtigen Maßen für Oberweite, Taille und Hüfte ist die richtige Größe auch im Schnittmuster schnell gefunden. Wir anderen mit unseren einzigartigen Körpern tun gut daran, noch einmal nachzumessen. Kurz oder lang, schmal oder rund, gestreckter Oberkörper oder kurze Beine, füllige Hüfte oder schlanke Oberweite – der Vorteil im Selbernähen besteht ja gerade darin, unsere Eigenheiten auf beste Art und Weise zu berücksichtigen und zu betonen. Das gilt sowohl für die Erstellung eigener Schnittmuster als auch für die Anpassung von erworbenen Mustern. Lesen Sie hier, wie das Maßnehmen gelingt.

Maßband, Bleistift und Papier als wichtige Nähwerkzeuge

Zücke das Maßband vor der Schere – an der Passform zeigt sich, wie genau Dein Kleidungsstück auf Deine Figur angepasst ist. Wenn Du auch für andere nähst, bietet es sich an, die individuellen Maße der Benähten festzuhalten. Nutze gern das Formblatt  (LINK) und aktualisiere es jedes Mal, wenn Kinder wachsen oder Erwachsene ab- oder zunehmen. Suche für das Messen der Körpermaße am besten einen Zeitpunkt am Tag aus, an dem die letzte Mahlzeit einige Stunden zurückliegt. Morgens nach dem Aufstehen ist perfekt. Der Abend eignet sich auch, sofern das Abendessen schon gut verdaut ist. Durch Essen oder Getränke erweiterte Mägen können nämlich das Messergebnis verfälschen.

Darüber hinaus solltest Du dein Modell in dünner Kleidung oder Unterwäsche messen. Das Maßband muss dabei am Körper anliegen, ohne aber einzuschneiden, damit keine zusätzlichen Zentimeter durch dickere Kleidung die Maße ungenau machen. Oft ist es schwierig, sich selbst zu messen. Hole dir daher am besten Hilfe, wenn Du deine eigenen Körpermaße nehmen möchtest. Wenn Du ein Modell vermisst, sollte es sich gerade und entspannt hinstellen. Bauch einziehen oder herausstrecken verfälschen das Messergebnis – also einfach ruhig durchatmen und Maß nehmen lassen.

Mit diesen Maßen lassen sich Muster aller Art individuell anpassen

Für Kleidungsstücke aller Art brauchst Du folgende Standardmaße, mit deren Hilfe sich die eigene Garderobe perfekt an deine Figur anpassen lässt:

Schulter: Das Maß der Schulterweite ist die Ausdehnung vom rechten bis zum linken Armansatz.

Oberweite: Der Brustumfang oder die Oberweite wird an der breitesten Stelle gemessen. Diese findest Du in der Regel etwa fünf bis zehn Zentimeter unterhalb der Achselhöhle, meist auf der Höhe der Brustwarzen. Legen Sie nun, beginnend unter der Achsel, das Maßband durchgängig auf dieser Höhe um den Körper, bis es wieder auf den Anfang trifft. Das gilt nicht nur für die weibliche Oberweite, sondern auch für den Brustumfang bei Männern oder Kindern.

Unterbrustumfang: Messe auf die gleiche Weise wie bei der Oberweite dem Umfang direkt unter der Brust, also am Brustansatz. Diese Messung ist für BHs oder Bikinoberteile wichtig. Bei Männern wird der Unterbrustumfang nicht gemessen.

Taille: Ganz egal ob schmal oder füllig, die Taille ist die schmalste Stelle des Oberkörpers und bei Frauen normalerweise etwas über dem Bauchnabel gelegen. Bei Männern befindet sie sich oft genau auf dem Bauchnabel. Hier ist es besonders wichtig, den Bauch weder auszustrecken noch einzuziehen und ganz gerade zu stehen.

Bundumfang: Der Bundumfang ist bei Hosen oder Röcken mit Bund wichtig. Er wird an der Stelle gemessen, wo der Bund sitzen soll. Das kann je nach Schnitt sehr unterschiedlich sein. Bei manchen Röcken kann der Bund auf Höhe des Bauchnabels sitzen, bei niedrigen Hosen befindet er sich nur etwas über der Hüfte. Dieses Maß ist ein ebenso einfacher Umfang wie die Hüfte oder Taille, das zu nähende Modell muss dabei aber berücksichtigt werden.

Hüfte: Der Hüftumfang wird an der weitesten Stelle Deiner Hüfte gemessen. Damit ist die von vorne gesehen breiteste Stelle gemeint. Hier auch einfach den Umfang messen.

Armlänge: Bei der Armlänge handelt es sich um die Länge des Armes von der Schulter, also dort wo die Messung der Schulterweite aufhört, bis zum Handgelenk auf der Außenseite des Armes. Lasse dabei Dein Modell mit leicht angewinkeltem Arm gerade stehen und messe über den Ellenbogen. Auf diese Weise stellst Du sicher, dass der lange Ärmel auch dann nicht zu kurz ist, wenn sie oder er später mit angewinkelten Armen sitzt, steht oder sich bewegt.

Schrittlänge: Die Länge der Beininnenseite vom Schritt bis zur Fußsohle bezeichnet die Schrittlänge. Dabei kann es je nach Schnittmuster wichtig sein, eine zusätzliche Länge zu messen, zum Beispiel wenn Du eine kurze Hose oder eine Caprihose nähen möchtest.

Persönliche Körpermaße in einzigartige Kleidungsstücke umwandeln

Nun kennst Du Höhen und Breiten des zu benähenden Körpers und somit sind wir einem individuellen Kleidungsstück damit schon sehr nah. Entweder wandelst Du die Körpermaße in ein eigenes Schnittmuster um. Einfacher geht das Anpassen von vorhandenen Mustern an die richtigen Maße.

Nun lässt sich das Hosenbein eines Schnittmusters jedoch nicht einfach um zehn Zentimeter verkürzen, indem man es abschneidet oder geradeaus mit Papier verlängert. Auf diese Weise wird nur das unterste Stück des Musters erweitert – und das wird der Form des Musters nicht gerecht. Hosenbeine lassen sich deshalb auf Kniehöhe durchschneiden und hier verlängern oder verkürzen. Dabei ist es wichtig, keine plötzlichen Sprünge bei der Breite entstehen zu lassen. Sorgen Sie also immer für gerade Linien  und ungestörte Übergänge. Gleiches gilt für Ärmel.

Sollen beispielsweise Oberteile schmaler oder breiter gemacht werden, dann darf das nicht an den Seitennähten geschehen. Es bietet sich vielmehr an, die Muster in der Mitte der Vorder- und Rückseite aufzuschneiden und die fehlenden Zentimeter hier zu ergänzen oder überschüssige zu entfernen. Ebenso ist es wichtig, auf die Körperhöhe und die Teilung zwischen Ober- und Unterkörper Rücksicht zu nehmen. Beim Länger- oder Kürzer machen eines Kleides mit Taille solltest Du deshalb darauf achten, wo die Taille des Kleidmusters im Vergleich zum Modell sitzt. Wenn diese beiden Stellen passen, dann sitzt das Kleid richtig – ein großer Vorteil von selbstgemachter Mode, vor allem bei Frauen, die kleiner oder größer sind als der bundesdeutsche Durchschnitt von 1,66 m.

Die durch das richtige Messen gewonnenen Körpermaße können auch bei ganz kleinen Anpassungen von großer Hilfe sein. Hast Du zum Beispiel ein herrliches Kleidungsstück im Laden erworben und möchtest es noch besser anpassen, dann ist das mit den richtigen Maßen und deiner Nähmaschine überhaupt kein Problem.

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